Frischfisch
Der erste Hamburger Fischmarkt
Der erste Fischmarkt in Hamburg entstand bereits im 13. Jahrhundert in der Altstadt, südlich der St.Petri-Kirche und der Hamburger Domkirche (Alter Mariendom). In den engen Gassen dort reihten sich Stände und Buden aneinander, wo frischer Fluss- und Seefisch verkauft wurde. Fisch war damals ein unverzichtbares Lebensmittel, vor allem wegen der zahlreichen Fasttage der christlichen Kirche, an denen Fleisch verboten war. Auf dem Markt wurden frische Fische aus der Elbe und der Nordsee verkauft. Darunter Aale, Heringe, Karpfen und Stockfisch. Der Handel war streng reguliert. Nur zugelassene Händler durften verkaufen, und Preise und Maße wurden kontrolliert. Fisch war nicht nur Nahrungsmittel, sondern auch ein wichtiges Handelsgut für die Stadt.
Mit dem Ausbau des Hafens und der Entwicklung von Altona verlagerte sich der Fischhandel im 17. und 18. Jahrhundert an seinen heutigen Standort in Altona direkt an der Elbe. Seit 1703 wird dort jeden Sonntagmorgen neben Fisch auch mit Obst, Gemüse, Textilien und anderen Waren gehandelt. Heute ist der Hamburger Fischmarkt vor allem eine beliebte Touristenattraktion, hat aber auch immer noch eine ökonomische Funktion. Das klassische Fischbrötchen erinnert an die lange Tradition des Fischhandels in der Stadt.
Lea
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